Aktivitäten 2025/2026

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.

Besuch aus Norwegen, individuelle Kurzzeitmobilität von zwei norwegischen Schülern (07. bis 27. März 2026)

Im März begrüßten wir zwei Schüler aus Halden, Norwegen, am Wieland-Gymnasium im Rahmen einer Erasmus+-Kurzzeitmobilität. Sie lebten drei Wochen in den Familien ihrer Austauschpartnerinnen und besuchten mit diesen den Unterricht der Stufe 10, lernten den deutschen (Schul-)alltag und viele Jugendliche kennen und verbrachten die Wochenenden mit den Gastfamilien bei Ausflügen und beim Skifahren. Anbei ein kurzer Bericht, den sie am Ende ihres Aufenthalts schrieben.

 

We are two exchange students from Halden videregående skole in Norway, and we have spent the last three weeks at Wieland Gymnasium here in Biberach. During our stay, we have noticed several differences between German and Norwegian school life.

One of the first things we noticed was that the school days here are longer than we are used to in Norway. At first, that was a bit tiring, but after some time we got used to it.

We also saw that students here do less digital work than we do at home. In Norway, we often use computers for assignments and notes, while here there is more use of books and handwritten work. That was a big difference for us.

Another thing we found interesting is that students say “Mr.” and “Ms.” to their teachers. In Norway, the relationship between students and teachers is usually less formal, so this stood out to us quite quickly.

Even though there are differences, we have really enjoyed being at Wieland Gymnasium. The school has a very good environment, and the people have been friendly and welcoming to us. We have felt comfortable here from the beginning.

Overall, we have had a very nice stay in Biberach. It has been interesting to experience another school system and to learn more about German culture. Thank you!

Die Bilder zeigen Max und Eilev vor dem WG und beim Unterricht im GK Leistungsfach KS1 von S. Arhold-Schütte.

 

Fotos:  S. Arhold-Schütte.

Interkulturelle Verständigung mit Schwerpunkt Sprache und Europa
Austausch des Wieland-Gymnasiums in Salamanca (01.11.2025 – 07.11.2025)

Austausch des Wieland-Gymnasiums in Salamanca (01.11.2025 – 07.11.2025)

Eine Woche lang tauchten Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Wieland-Gymnasium in die spanische Sprache, Kultur und europäische Bildungslandschaft ein. Ziel der Mobilität war das Colegio Maestro Ávila in Salamanca. Unter dem Leitgedanken „Interkulturelle Verständigung mit Schwerpunkt Sprache und Europa“ erlebten die Jugendlichen eine intensive und nachhaltige Lernwoche, die weit über den klassischen Unterricht hinausging.

 

Begegnung auf Augenhöhe in Salamanca

Nach der Weiterreise nach Salamanca erfolgte die offizielle Begrüßung an der Partnerschule. In Tandems lernten sich die Jugendlichen durch Partnerinterviews kennen. „Mein Alltag – dein Alltag“ lautete das Motto, unter dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Schul- und Lebensalltag entdeckt wurden.

Schnell wurde deutlich: Sprache verbindet. Die Schülerinnen und Schüler stellten fest, dass ihre im Unterricht erworbenen Spanischkenntnisse tragfähig sind – auch im direkten Austausch mit Muttersprachlern. Gleichzeitig erhielten sie Einblicke in das spanische Bildungssystem und reflektierten Unterschiede zum deutschen Schulalltag. Interkulturelle Kompetenz wurde hier ganz konkret erfahrbar.


Salamanca als europäische Kultur- und Universitätsstadt

Salamanca beeindruckte nicht nur mit seiner historischen Altstadt, sondern auch mit seiner Bedeutung als traditionsreiche Universitätsstadt. Die Schülerinnen und Schüler analysierten die Stadt im europäischen Kontext: UNESCO-Welterbe, internationale Studierendenmobilität und Erasmus-Programme standen im Mittelpunkt.

Im Rahmen einer „Gymkana cultural“ – einer interaktiven Stadtrallye – arbeiteten gemischtsprachliche Gruppen gemeinsam an Aufgaben zu Geschichte, Kultur und europäischen Bezügen. Kommunikation, Teamarbeit und Problemlösung waren gefragt. Die Jugendlichen meisterten die Herausforderungen mit Kreativität und Engagement.

 

Hochschulen im Vergleich: Europa konkret erleben

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Vergleich europäischer Hochschulen. Die Teilnehmenden setzten sich mit den Strukturen und Angeboten der Universidad de Salamanca, der Universidad Pontificia de Salamanca sowie der IE University auseinander.

Studienangebote, Internationalität, Zulassungsvoraussetzungen und Erasmus-Möglichkeiten wurden analysiert und diskutiert. Beim abschließenden Besuch der IE University in Madrid erhielten die Schülerinnen und Schüler direkte Einblicke in internationale Studienmöglichkeiten. Gespräche mit Studierenden machten deutlich, wie selbstverständlich europäische Mobilität heute gelebt wird.

 

 

Kulinarische Kultur: Das „Libro de Tapas“

Auch die spanische Esskultur spielte eine wichtige Rolle. In gemischtsprachlichen Gruppen entstand ein „Libro de Tapas“, in dem typische Gerichte dokumentiert und beschrieben wurden. Zutaten, Herkunft und kulturelle Bedeutung wurden auf Spanisch recherchiert und festgehalten.

So erweiterten die Jugendlichen nicht nur ihren Wortschatz, sondern gewannen auch Einblicke in kulinarische Traditionen als Ausdruck kultureller Identität.

 

„Wir in Europa“ – Werte und Perspektiven

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Frage: Was bedeutet Europa für uns? In Diskussionsrunden setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit gemeinsamen Werten, Bildungsprogrammen und der Bedeutung der Europäischen Union auseinander.

Die Auseinandersetzung zeigte, wie sehr europäische Zusammenarbeit den Alltag junger Menschen prägt – von Reisefreiheit über Bildungsprogramme bis hin zu gemeinsamen demokratischen Grundwerten. Perspektivenübernahme, Diskussionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein wurden dabei gezielt gestärkt.

 

Nachhaltige Wirkung über die Woche hinaus

Die Schülerinnen und Schüler wuchsen sprachlich, persönlich und interkulturell. Sie gewannen Sicherheit im Umgang mit der Fremdsprache, entwickelten Offenheit gegenüber anderen Lebenswelten und erhielten konkrete Einblicke in europäische Bildungswege.

Die Woche in Salamanca und Madrid hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Europa im direkten Austausch erfahrbar wird. Die Verbindung von Sprache, Kultur und europäischer Perspektive machte die Mobilität zu einer nachhaltigen Lernerfahrung – und zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zu selbstbewussten, weltoffenen jungen Europäerinnen und Europäern.